Selbstverständlich wäre auch ein mehr oder weniger längerer Spaziergang auf dem Rim Trail möglich gewesen, aber bei Temperaturen von knapp unter 40° im Schatten war es uns einfach zu heiß. Nur war hier nirgends Schatten!
Die kurzen Entfernungen, die man zwischen Haltestelle und Aussichtspunkt zurücklegen musste, erforderten bei dieser Hitze trotzdem schon Sonnenhut, Sonnencreme und viel Wasser.
Man kann auch heute noch etliche der damaligen Strukturen sehen. Zeitweilig war diese Uran-Mine die wichtigste Quelle der USA für Uran. 1969 schloss man auch die Uranmine, wiederum weil der Transport zu kostenintensiv geworden war und die Uranpreise verfielen.
Als die Mine geschlossen wurde, hatte man 495.107 Tonnen Erz gefördert, darunter 4.257.571 Pfund Uranoxid, 6.680.000 Pfund Kupfer, 107.000 Pfund Silber und 3.283 Pfund Vanadiumoxid. Der Wert des Urans allein wurde auf 40 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle & : nps.gov)
Die Mine und die dazugehörigen Fördereinrichtungen und Bauten wurden zurückgebaut. Was von der Mine heute noch übrig ist, ist komplett eingezäunt und - wird immer noch „renaturiert“.
Wir nahmen erneut den Shuttle-Bus, stiegen jedoch am nächsten Halt, dem Powell-Point
nicht aus. (Zwischen Maricopa-Point und diesem lag der Fördertum der Orphan Mine & ).
Wir hielten am Hopi-Point.
Dieser Aussichtspunkt ist zu Ehren des Hopi-Indianer-Stammes benannt, die ein Volk der Pueblo-Indianer sind. Auf der Ostseite des Grand Canyon gibt es das Tusayan-Museum und hier wird ausführlich über den Stamm der Hopi informiert.
Unser nächster Halt war „Abyss“, was übersetzt der Abgrund bedeutet. Dieser Aussichtspunkt macht seinem Namen alle Ehre – überall blickte man auf tiefe Steilwände.
Wir konnten aber auch den Colorado River sehen, der zwischen ruhigen Abschnitten immer wieder Stromschnellen aufwies.
Hier die "Granit-Rapid"
Auch konnten wir so manchen Wanderweg tief im Tal ausmachen und verfolgen. Sogar die eine oder andere Schutzhütte konnten wir per Tele erkennen.
Wir sind fest davon überzeugt, das man erst dort unten zwischen den Steinwänden und dem Fluss die wirkliche Dimension dieses Canyons ermessen kann..
Nach „The Abyss“ folgten die Aussichtspunkte „Monument Creek Vista“ und als vorletzter „Pima-Point“. Bei beiden Aussichtspunkten stellten wir fest, dass sich wirklich jeder einzelne Halt lohnte, weil man immer wieder völlig andere Eindrücke gewann und völlig andere Blickwinkel hatte. Und je nach Sonnenstand war der Lichteinfall etwas anders und ließ die bizarre Bergwelt immer wieder in anderen Farben erscheinen.
(hermit = Einsiedler).
Mary Colter & entworfen. Sie muss eine außergewöhnliche Frau gewesen sein. Sie setzte sich in den 30er Jahren als Frau im „Baugewerbe“ durch und verwirklichte außergewöhnliche Bauten. Hermit´s Rest erinnert an eine Ruine der Pueblo-Indianer.
Im Innenraum soll sie eigenhändig den Bereich um die „offene Feuerstelle“ fertig gestellt haben.
Imbiss, Restroom und Souvenirshop bieten die Möglichkeit,
sich ausgiebig auszuruhen. Wanderer können ab "Hermit´s Rest"
den "Hermit´s Trailhead" westwärts wandern, andere lassen sich bis hierher fahren, um den Rim Trail ein Stück ostwärts zu laufen, gewissermaßen rückwärts Richtung Grand Canyon Village.
Wir genossen eine ausgiebige Pause mit Blicken immer wieder in den Canyon und fuhren zuerst mit dem Shuttle Bus und dann mit dem Wohnmobil nach Tusayan zurück, um erneut im Grand Canyon Camper Village zu übernachten.
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