Bereits zum dritten Mal nach 2018 und 2024 erreichten wir in Delta Junction das Ende des Alaska Highways und nahmen uns in diesem Jahr erneut etwas Zeit für den Besuch des Sullivan Roadhouse ↗, das sich gegenüber dem Delta Visitor Center befindet.
Schon allein die farbenprächtigen Blumenbeete und der Gemüsegarten im Außenbereich dieser historischen Blockhütte sind eine Augenweide.
Das Sullivan Roadhouse ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude dieser Art in Alaska und wurde 1905 von dem Goldsucher-Ehepaar Jack und Florence Sullivan erbaut. Es war vor allem eine Anlaufstation während der Wintermonate. Es stand ursprünglich knapp 30 Kilometer entfernt von Delta Junction in südwestlicher Richtung am Valdez-Fairbanks-Trail. Die Sullivans betrieben ihr Roadhouse bis 1922 und zogen dann nach Fairbanks.
Ab 1940 wurde das bis dahin leer stehende Haus für einige Jahre von der Armee genutzt. Ansonsten stand es weiterhin viele Jahre leer und wurde schließlich 1999 von der Armee, Balken für Balken per Hubschrauber, zum heutigen Standort gebracht.
Heute befindet sich im Sullivan Roadhouse ein Museum, das neben zahlreichen historischen Fotografien und Landkarten in mehreren Ausstellungsräumen mit vielen Exponaten das Leben in der Pionierzeit zeigt.
Das Zentrum der gut ausgestatteten Küche ist ein alter originaler Holzofen, der neben historischem Kochgeschirr und Vorratsdosen dem Besucher eine Vorstellung ermöglicht, wie aufwändig Essensvorbereitungen zu dieser Zeit waren.
Im Hauptraum steht ein vornehm gedeckter langer Tisch, an dem die Sullivans ihre Gäste versorgten und ihnen eine nette Atmosphäre anboten. Auch steht dort auch ein mit vielen Schnitzereien verziertes altes Klavier.
Des weiteren findet man viele Gegenstände, die darüber informieren, was man zum Überleben in der Pionierzeit benötigte – vom Fallenstellen und Fischen über Holzarbeiten bis hin zum Schmieden, usw..
Im Schlafzimmer kann man sich das originale Eisenbett der Sullivans sowie zahlreiche ihrer persönlichen Besitztümer anschauen. Neben dem Schlafzimmer werden wichtige Gegenstände gezeigt, die ein Goldsucher so brauchte und verwendete.
Auch Jagdtrophäen findet man an den Wänden.
Bei unserem Besuch nahmen wir den Eindruck mit, dass dieses Haus auch heute noch eine Art von Gastfreundschaft vermittelt, mit der viele Menschen über Jahrzehnte hier begrüßt wurden.





