Donnerstag, 11. Juni 2026

nach Charlie Lake

Die heutige Tour führte uns nach Charlie Lake.
Bedrohlich dunkle Wolken zogen auf, als wir unsere Tour starten wollten, ...
dunkle Wolken
... unsere Reise auf dem Alaska Highway.
Alaska Highway
Highway
Für den heutigen Tag hatten wir nur eine kürzere Fahrdistanz von knapp 85 Kilometern auf dem Highway 97 vor uns.
Im Kreisverkehr neben dem Northern Alberta Railway Park orientierten wir uns an der Figur eines Landvermessers (surveyor), der mit seiner Hand Richtung Nordwesten nach Alaska zeigt. Mit dieser fast 5 Meter hohen Skulptur, die 2004 von Karl Mattson, einem lokalen Künstler, aus Altmetall von umliegenden Farmen gestaltet wurde, wollte man die Pioniere und Soldaten ehren, die den Alaska
Highway 1942 erbauten.
Landvermesser
Gleich nach dem Ortsausgang erinnerte noch ein altes Schild an die große Zeit des Alaska Highways, als hier einst eine „Trading Post“ noch bis vor der Jahrtausendwende die Reisenden zu einem ersten Halt nach dem Ort Dawson Creek einlud.
Trading Post
Ein Hinweisschild aus längst vergangenen Tagen
Nach knapp 25 Kilometern erreichten wir Farmington Store ↗ mit einem Campingplatz, der früher wie heute bekannt war, Feuerwerk zu verkaufen. Besitzer und Betreiber ist heute ein Koreaner.
Er hatte weit und breit den günstigsten Benzinpreis!
Fünfzehn Kilometer nach Farmington bogen wir vom Highway 97 auf den alten, nur noch von Touristen befahrenen Alaska Highway ab, um über sechs Kilometer auf einer Schotterstraße die seit 2021 für den Straßenverkehr geschlossene Old Kiskatinaw Bridge zu erreichen. 
closed
Bereits 1978 wurde der Hauptverkehr von der alten Brücke weg auf den Highway 97 umgeleitet. Direkt neben der alten Brücke befindet sich am Ufer des Kiskatinaw Rivers der Campground des Kiskatinaw Provincial Parks.
closed
2024
So sah die Brücke, der Brückenbelag, am 01.06.2024 aus. Von den kurvig geschnittenen Brettern des Fahrbahnbelages fehlten bereits einige.
morsch
Viele Stellen der Seitenhalterung waren morsch und erfüllten in keinster Weise mehr ihre Aufgabe.
Umso erstaunter waren wir, als wir zwei Jahre später feststellen konnten, dass an der für den Verkehr wegen Erdrutschgefahr gesperrten Brücke Sanierungsarbeiten stattgefunden hatten.
Die Deckplanken waren komplett entfernt, die Oberfläche der Fahrbahn "versiegelt" und die Seitenbefestigungen komplett erneuert!
Bruecke
staender
Die Old Kiskatinaw Bridge ist eine Trestlebridge – also eine Holzständerbrücke, wie wir bereits die Eisenbahnbrücke in Pouce Coupé in gleicher Bauweise bestaunen konnten. Die 30 Meter hohe und 122 Meter lange Brücke wurde 1942/1943 für den Straßenverkehr auf dem Alaska Highway errichtet, überspannt den Kiskatinaw River und beschreibt eine Kurve von 9 Grad – diese Biegung einer Holz- Brücke ist eine absolute Besonderheit.

Nach der historischen Brücke ging es weiter bis zur größeren Stadt Fort St. John mit knapp 22.000 Einwohnern, die überwiegend von der Landwirtschaft und der Öl- und Gas-Industrie leben. Der Ort wurde bereits 1806 von der North West Company als Handelsstation gegründet. Nach Überfällen der First Nations im Jahr 1823 wurde das Fort geschlossen und erst 1860 erneut eröffnet.
An unserem Tagesziel, dem 13 Kilometer langen Charlie Lake, kamen wir direkt nach Fort St.John an. Hier übernachteten wir und besuchten das Charlie Lake Monument, das an den tragischen Tod von amerikanischen Soldaten erinnert, deren Barke im Mai 1942 bei der Überquerung des Sees kenterte. Zwölf Männer ertranken.
Gedenkstätte

Mittwoch, 10. Juni 2026

Treffen mit Heidy und Charles

Für uns war es eine große Freude, Heidy und Charles Kux-Kardos in Dawson Creek zu treffen,
die 40 Jahre (1972-2012) lang das „The Alaska-Hotel" ↗ in Dawson Creek betrieben haben – 
nur fünf-und-fünfzig Schritte vom Mile „0“ Post entfernt. 😊
Alaska Hotel
Quelle: Postkarte E. Bartlett
Heidy und Charles
Heidy & Charles Kux-Kardos
Die beiden planen im Jahr 2027 ihre Diamantene Hochzeit (60 Jahre) zu feiern, sind aktiv in der Community engagiert und reisen oft. Sie erzählten uns viele interessante Geschichten aus ihrem Leben, aus dem von Dawson Creek und über den Alaska Highway, über die nur langjährige „Zeitzeugen“, wie diese beiden, verfügen. Für uns war diese Begegnung eine große Bereicherung.

Montag, 8. Juni 2026

im Dinosaur Museum

25 Kilometer nordwestlich von Grande Prairie befindet sich der kleine Ort Wembley.
Hier kann man seit 2015 das Philip J. Currie Dinosaur Museum besichtigen. Der Standort des Museums ↗ wurde wegen einer berühmten Dinosaurierknochen-Fundstelle gewählt, die sich in der Nähe von Wembley befindet. Es handelt sich um das Gebiet des Pipestone Creek, der ein kleiner Nebenfluss (18 km) des Wapiti Rivers ist. Der Wapiti River übrigens mündet in den Smoky River.
Die Fundstätte wird auch „Fluss des Todes“ genannt, weil hier am Ende der Kreidezeit (~143 Millionen Jahre bis 66 Millionen Jahre v. Chr.), vor wahrscheinlich 72 Millionen Jahren, eine große Herde, vermutlich hunderte von Tieren, überwiegend von der Dinosaurierart „Pachyrhinosaurus“, einem nahen Verwandten der „Triceratops“, während einer katastrophalen Flut/Überschwemmung starb. Die
Knochen wurden im Bereich des Pipestone Creek angeschwemmt, von  Sedimentgestein überdeckt und so über Jahrmillionen konserviert.
stammbaum
Die Lagerstätte wurde erst 1973 von einem lokalen Highschool-Lehrer, Al Lakusta, entdeckt. Ihm zu Ehren wurde die Dino-Art „Pachyrhinossaurus lakustai“ genannt.
Das Besondere an dieser Fundstätte ist, dass man eng zusammen vom Ei, über das Jungtier bis zum ausgewachsenen Tier alle Mitglieder einer Dino-Herde vorfindet und dadurch viele Rückschlüsse auf das Zusammenleben der Tiere möglich wurden. Bis heute hat man dort bereits über 8.000 Knochen ausgegraben.
aus-dem-ei
Das Museum wurde nach dem bekanntesten Paläontologen Kanadas, Dr. Philip J. Currie (*1949 in Ontario), benannt. Er ist nicht nur Kurator für Dinosaurier im berühmten Royal Tyrrell Dinosaur Museum in Drumheller, sondern auch Professor für Paläobiologie in Edmonton.
dino
Das Museum bietet Touren zu den Ausgrabungsstätten an, wo man sich als Hobby- Paläontologe betätigen kann. Wir beließen es bei einem Rundgang durch das Museum.
Zahlreiche interaktive Technologien tragen dazu bei, dass man die Dinosaurier und ihre Lebenswelt besser verstehen kann.
Durch Glaswände kann man den Wissenschaftlern im Forschungslabor beim Präparieren der Dinosaurierknochen zusehen. Es wird einem schnell klar, wie beschwerlich und zeitaufwändig diese Arbeit ist.
Labor
Gleich am Anfang des Rundgangs steht man vor einer nachgebildeten Fundstätte, wo einem klar wird, wie schwierig es ist, die Knochen erstens überhaupt auszugraben und zweitens konkrete Zuordnungen zu machen.
Anschließend widmet sich die Ausstellung den Dinosauriern selbst – vor allem natürlich dem „Pachyrhinosaurus“. Es wird auf viele Bereiche der Dino-Lebenswelt eingegangen, wie Ernährung, Fortpflanzung, usw. Auch wird versucht, die Erdzeitalter und die gewaltigen klimatischen und geologischen Veränderungen unserer Erde darzustellen, die auf das Leben der Dinosaurier einen großen Einfluss hatten.
Entwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Darstellung des Bezugs zwischen Reptilien und Vögeln. Modelle auch von Flugsauriern dominieren die Gestaltung der Decke. 
dino-fisch
flugsaurier
Und nicht zuletzt wird darauf hingewiesen, dass wir u.a. mit Krokodilen und Schildkröten auch heute noch Verwandte der verschwundenen Lebensform der Dinosaurier beobachten können.
krokodil
Schildkröte

Sonntag, 7. Juni 2026

nach Dawson Creek

Nachdem wir uns in Grand Prairie mit Jeff Roe getroffen hatten und von seinem großen Wissen über den Alaska Highway profitieren konnten, ging es für uns auf dem Highway 43W über 130 Kilometer weiter nach Dawson Creek.
Zunächst legten wir bereits nach 25 Kilometern einen Zwischenstopp in dem Ort Wembley ein. Dort besuchten wir das Philip J. Currie Dinosaur Museum – dazu gibt es einen gesonderten Bericht.
Museum
Nach weiteren 15 Kilometern erreichten wir den kleinen Ort ↗ Beaverlodge, mit einer Touristenaktion, die wir zwar schon mehrmals in den letzten Jahren besucht hatten, die uns aber immer wieder begeistert. Es ist "der größte Biber der Welt“ ↗, eine schön gestaltete, 630 kg schwere Skulptur, die 2004 errichtet wurde. Der Biber sitzt auf einem 6 Meter langen "Holzstamm" und ist 3 Meter breit, 3 Meter lang und 5,5 Meter hoch. Die Skulptur ist detailgetreu "geschnitzt", besteht aus etwa 340 Liter Polyurethan-Beschichtung, 18 großen Schaumstoffblöcken und etwa 50 Liter Farbe. Vor allem der Biberschwanz ist sehr lebensecht dargestellt.
Bieber
Bieber

Nach insgesamt 75 Tageskilometern querten wir irgendwo im ländlichen Niemandsland die Provinzgrenze zwischen Alberta und Britisch Kolumbien und konnten die Uhrzeit eine Stunde zurückstellen.
Weiter ging es an vielen Seen, Ackerland und Wäldern vorbei bis wir nach 120 Kilometern in dem Ort ↗ Pouce Coupé ankamen. Der kleine, mehr verträumte Ort hat ein beschauliches Museum, in dem Joachim wieder einmal auf „Historienjagd“ ging.
Museum
Museum in Pouce Coupé
Danach besuchten wir noch die historische Eisenbahnbrücke, die „Trestle Bridge“ (trestle = Gerüst), die bereits 1930 von der Northern Alberta Railway erbaut wurde.
Sie ist 30 Meter hoch und hat eine Länge von 150 Metern. Leider fuhr der letzte Zug im Jahr 2000 über diese Brücke und seither ist sie eine bauliche Erinnerung an die große Zeit der Brücken, die in einer besonderen Holzkonstruktion (mit Gerüstpfeilern) errichtet wurden.
Brücke
Übrigens ist das weltgrößte Bauwerk dieser Art ebenfalls in Kanada zu finden – das Viadukt in Lethbridge/Alberta, das wir bereits einige Male besuchten.
Nun waren es nur noch zehn Kilometer bis zum Ort Dawson Creek (13.000 Einwohner), der durch die sogenannte „Mile 0“, dem Beginn des Alaska Highways bekannt ist. Die Stadt lebt von der Erdöl- und Gas-Industrie, dem Tourismus und der Landwirtschaft.

Freitag, 5. Juni 2026

Confluence - Sulphur Gates

Ab Grande Cache fuhren wir zunächst acht Kilometer auf dem Highway 40 Richtung Westen, bogen dann nach links ab, um anschließend nach weiteren 7 Kilometern auf einer Schotterstraße, die „Sulphur Gates Provincial Recreation Area“ zu erreichen.
Schotterstraße
Sulphur gates
Gap
Am dortigen Zentralparkplatz beginnt ein 800 Meter langer Wanderweg mit mehreren Aussichtsplattformen.
Fluss
Der Smoky-River
Am Anfang wird man am Steilufer des Smoky Rivers entlang geführt und erreicht schließlich die Einmündungsstelle (Confluence) des Sulphur Rivers in den Smoky River. Diese Confluence-Stelle trägt den Namen „Sulphur Gates“.
Einmündung
Von rechts in der Bildmitte kommend - HINTER dem Felsen - 
mündet der Sulphur River in den Smoky River
Sulphur River
Blick in den Canyon des Sulphur-Rivers
vor seiner Einmündung in den Smoky River
Der 64 Kilometer lange Sulphur River entspringt nördlich von Jasper in der Willmore Wilderness, einem 4.600 km² großen Naturpark, in dem man nur zu Fuß oder zu Pferd unterwegs sein kann. Der Sulphur River schlängelt sich durch ein relativ enges Flusstal. Das Flusswasser ist leicht schwefelhaltig, woraus sich der Name des Flusses ableitet.
Auf dem leicht ansteigenden Wanderweg erreicht man eine Aussichtsplattform, von der man auf die Sulphur Gates herabsehen kann; Hier befinden sich Klippen, die mehr als 75 Meter hoch sein sollen, und aus verschiedensten Konglomerat-Gesteinen bestehen.
Klippen
Senkrecht aufragende Gesteinsformationen
Generell ist dieses Gebiet, in dem die beiden Flüsse aufeinandertreffen, für jeden Geologen ein „Paradies“ - 140 Millionen Jahre alte Gesteine sind zu finden.
Wenn man von der höchsten Aussichtsplattform in den heranfließenden Smoky River Richtung Willmore Wilderness schaut, erwartet einen eine so spektakuläre Schlucht, wie sie die Natur nur über Jahrtausende erschaffen konnte. Früher trugen die Sulphur Gates deswegen sogar den Spitznamen „Hell’s Gates“. Die Canyon-Schlucht entstand einst, als festes Grundgestein durch tektonische Kräfte fast senkrecht nach oben gehoben wurde.
Das Besondere an unserem Ausflug zu den Sulphur Gates war für uns, dass wir dort alleine unterwegs waren und uns die Aussichtsplattformen nicht mit unendlich vielen Touristen teilen mussten - wie oft in den Hochburgen der Rocky Mountains. Wir vernahmen nur den Wind und das Rufen der Vögel!
hell´s Gate 

Labyrinth Park - Grande Cache

Der Ort Grande Cache mit seinen über 3.500 Einwohner liegt auf 1.280 Metern Höhe in den nordöstlichen Rocky Mountains.
Nach Steinkohlefunden in der Region in den 1960er Jahren startete man hier mit einer Siedlung für Arbeiter. 1983 erhielt Grande Cache Stadtrechte, ist aber inzwischen in den Verwaltungsbezirk „Greenview“ eingegliedert.
Seinen Namen erhielt der Ort, weil hier First Nations, überwiegend vom Stamm der Cree, über Jahrhunderte Vorräte in sogenannten „Caches“ (Speicher) lagerten.
Östlich der Gemeinde fließt der Smoky River vorbei, der im Jasper Nationalpark entspringt und nach 490 Kilometern in den Peace River mündet.

Eine Attraktion in Grand Cache ist der Labyrinth Park ↗, der sich auf einem im Nordosten des Ortes gelegenen Aussichtsplateau befindet. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Rocky Mountains und das Tal des Smoky Rivers.
ausblick
Das Projekt des „Labyrinth-Baus“ entwickelten Freiwillige aus Grand Cache im Jahr 2008. Ziel war, einen Ort zu schaffen, an dem Einheimische und Touristen einen Platz für Ruhe und Meditation mitten in der Natur finden sollten.
steinkreis
Man verwendete nur Steine und Felsen aus der Region und erbaute ein klassisches mittelalterliches Labyrinth mit einem Durchmesser von über 21 Metern.
In der Kirche von Chartres in Frankreich findet man das berühmteste Beispiel eines solchen
Labyrinthes, das einen in konzentrischen Kreisen zur Mitte führt. Hier in Grand Cache läuft man über elf solche Kreise bis zur Mitte.
Mehrere Tafeln im Labyrinth-Park laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen und sich auf die Schönheit der hiesigen Natur einzulassen.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Korrekter Verkehrsteilnehmer

Ein Grizzly, der sich an Verkehrsschildern orientierte
Von Hinton fuhren wir auf dem Highway 40 über 150 Kilometer nach Grande Cache.
Diese Strecke ist nicht nur landschaftlich sehr malerisch, sondern auch die Tierwelt zeigt sich immer wieder am Straßenrand.
Schon nach kurzer Distanz konnten wir mehrere Rehe und Hirsche, einen Wolf, einen Kojoten und eben ihn beobachten – ihn, den Grizzly, der sich an den Verkehrsschildern orientierte.
Just zu dem Zeitpunkt, als uns ein Verkehrsschild „caution – wildgame on road“ warnte, kreuzte er im Galopp von rechts die Straße. Wir waren überrascht und sehr beeindruckt, einmal von seiner Geschwindigkeit und zum zweiten von seinen außerordentlichen Körpermaßen. Er war eben ein Grizzly und nicht „nur“ ein Schwarzbär.
Grizzly
Grizzly von rechts
grizzly
Grizzly quert den Highway

Die Karibous, vor denen wir viele Male auf Verkehrsschildern gewarnt wurden, sahen wir übrigens nicht.

Mittwoch, 3. Juni 2026

Beaver Boardwalk

Im Nordwesten der Stadt Hinton befindet sich der Maxwell Lake, ein kleiner Natursee, der großräumig von Sumpfland umgeben ist.
Lake
Seit 2006 kann man hier einen über 3 Kilometer langen Boardwalk (Holzsteg) als Rundweg nutzen. Zahlreiche Aussichtsplattformen, zwei Aussichtstürme, Bänke sowie viele Informationstafeln bereichern den Rundgang.
Boardwalk
Angelegt wurde dieser Weg von einem Biologen aus Hinton, Rick Bonar, der das Projekt mit vielen Freiwilligen realisierte und auch heute noch betreut.
Die Hauptattraktion in diesem Feuchtgebiet ist eine Biber-Kolonie, die dort seit über zwanzig Jahren lebt. Ein großer Biberbau dominiert den See, aber auch ein Biber- Damm, zahlreiche „Caches“ (Nahrungsspeicher) und vor allem aktuell abgenagte Baumstämme weisen auf die Bewohner hin.
Bieberburg
Bieberbau
abgenagt
Als wir unseren Rundweg spazierten, hielten die „Herrschaften“ wohl ihr Mittagsschläfchen - keiner von ihnen war zu sehen.
Auf einer der Informationstafeln wird darauf hingewiesen, dass man neben den Bibern auch die kleineren Muskrats (Bisamratten) antreffen kann. Diese werden von der hiesigen Biber-Familie akzeptiert, während ortsfremde Biber verjagt werden.
Auch die Nachkommenschaft der Biber darf nur zwei Jahre hier verweilen und muss sich dann eine neue Heimat suchen.
Nicht nur für Biber ist das Feuchtgebiet ein „El Dorado“, sondern auch für Vögel, Amphibien und Insekten. 
Wir konnten nur die Halsband-Tauchente / Ring-necked Duck (Aythya collaris) sehen.
Ringnecked-dug
Halsband - Tauchente
Viele seltene Sumpfpflanzen könne man hier auch finden. Für diese Beobachtungen waren wir aber zu früh im Jahr dort. Allein den blühenden Fieberklee / Bogbean (Menyanthes trifoliata) konnten wir ausmachen. Er steht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten und ist streng geschützt.
Fieberklee
Am Wegesrand fanden wir dann noch eine weitere versteckt und unscheinbar blühende Pflanze, das Rotfrüchtige Christophskraut / Red Baneberry Plant (Actaea rubra).
Rotfrüchtiges Christophskraut
Rotfrüchtiges Christophskraut