Wir hielten auf der Strecke anfangs bei zwei kleinen Haltebuchten, die nicht weiter benannt waren. Bei der ersten bewunderten wir einen Felsen, der angeblich eine „Ente auf einem Stein“ darstellte - fantasiebegabt sind wir, aber das „Federvieh“ konnten wir zuerst nicht erkennen. Dann kam jedoch der "aha"-Effekt.
Beim zweiten Halt schauten wir uns „unterhöhlte“ Felsen an, die vielleicht einmal in einigen tausenden Jahren ein Übergewicht bekommt und in den Canyon stürzen wird.
Beim Grandview konnten wir ein weiteres Mal erfahren, dass der Bergbau im Grand Canyon lange Zeit von großer Bedeutung war. Die auffälligste Bergformation an dieser Stelle wird „Horseshoe“ genannt (Hufeisen). Im unteren Bereich des „Horseshoe“ wurde über lange Zeit eine sogar recht ergiebige Kupfermine betrieben.
An dem Aussichtspunkten von Moran Point fuhren wir vorbei, hielten jedoch wieder am Navajo Point.
Am Lipan Point dazwischen sollte vor einigen Jahren ein Auto in den Canyon gestürzt sein, aber man musste sich schon gefährlich über den Klippenrand beugen, um das Wrack zu erkennen.
Der Wohnbereich bestand aus Räumen, die aus Sandsteinplatten gemauert waren und nur einen Zugang über das Dach hatten. Es gab einen Versammlungsplatz, Vorratsräume und eine „Farm Area“. Ganz wichtig war der Raum für Zeremonien – die „Kiva“. Es handelte sich hierbei um einen gemauerten Rundbau, der auch wieder nur über das Dach erreichbar war. Für uns war dieser Kurzbesuch sehr informativ.
Die San Francisco Peaks, die man von hier aus sehen kann,
sollten unser heutiges Etappenziel werden.
Im oberen Bereich des 21 Meter hohen Towers hat man nicht nur noch einmal einen phantastischen Blick auf den Grand Canyon, sondern auch auf die Painted Desert.
Besonders angetan waren wir allerdings von dem etwas näheren Blick auf den Colroado River.
Ab hier fuhren wir durch die Navajo-Indian-Reservation, die mit 27.425 km² das größte, selbst verwaltete "Indianergebiet" des Landes ist. Zahlreiche Verkaufsstände am Straßenrand luden zum Kauf von gewebten Kleidern und Teppichen, Steinen, Schmuck, getrocknetem Büffelfleisch, etc. ein.
Man beachte auch die Werbung an diesen Holzbuden:
Ab Cameron ging es auf dem Highway 89 südlich weiter - im Westen den „Coconino Forest“, im Osten die „Painted Desert“.
Kleine Ansiedlung neben Tankstellen und Motels in Cameron.
Die Landschaft zeigte sich weiterhin trocken und flach; wir kamen aber den San Francisco Peaks immer näher.
Etwa fünzehn Kilometer vor Flagstaff bogen wir nach links zum Sunset Crater Volcano National Monument ab, wo wir auf dem Bonito Campground nächtigten.
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Heute gefahrene Kilometer: 190
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