Nach wenigen Kilometern passierten wir ein solches Gebäude, was wir schon einmal gesehen hatten, uns aber nicht erklären konnten.
Nach einigen Recherchen fanden wir heraus, das es sich hier um "Needles VORTAC EED 115.2" handelt; solche Einrichtungen dienen als Anflughilfen in der Flugnavigation.
Nach wenig Kilometern erreichten wir den Ort
Golden Shores.
Schon auf der Straße am Ortseingang war das historische Zeichen für die Route
66 aufgemalt und gleich darauf folgte ein Schild, das uns auf den Beginn der
historischen Route 66 hier in diesem Ort hinwies.
Zahlreiche weitere Schilder am Straßenrand wiesen uns nun auf die historische Route 66 hin.
Seit Wochen hatten wir keinen Regen mehr gespürt; jetzt fuhren wir nun mitten in einen kleinen Regenschauer hinein.
Die Tropfen verdunsteten in der Luft, so heiß war es. Nur wenige erreichten den Boden!
Die Straße schraubte sich schnell höher und wir konnten einige spektakuläre Blicke auf bizarre Bergpanoramen werfen.
Wieder begegneten uns Cholla-Kakteen, wie schon im Cholla Garden im Joshua Tree Nationalpark, die zu Tausenden den trockenen Boden vor den Bergen besiedelten.
(„gold mining ghost town“) zu sein, und lebt heute überwiegend von den Route-66-Touristen.
„Burros came with the miners and still roam the streets today.“
Im Oatman-Hotel von 1902 soll angeblich der Schauspieler Clark Gable 1939 seine Hochzeitsnacht mit Carole Lombard verbracht haben; eben eine der vielen, nicht wirklich bedeutsamen Geschichten, die überall auf der Welt erzählt werden.
Die Wände des Saloons sind mit handsignierten 1-Dollar-Scheinen gespickt. Es sollen an die 60.000 Scheine sein.
In Oatman steht eine restaurierte Mobil-Tankstelle (red crown gasoline) und man bekommt oder bekam „Hamm´s Beer“.
Jeden Mittag finden für die Touristen in der Ortsmitte „Schießvorführungen“ statt und die Andenkenläden und urigen Lokale sind zahlreich.
Neben den vielen nostalgischen Gebäuden zeigt man in Oatman auch bunte Fassadenkunst.
Für uns waren die Aussichten vom Pass aus in die Bergwelt der Black Mountains und nach Osten ins Sacramento-Valley beeindruckend / wunderschön.
Auf der rechten Straßenseite - kurz vor dem Gipfel auf der Cool Springs-Seite des Passes - kann man noch Fundamente eines Gebäudes erahnen - alles, was von einer ehemaligen Tankstelle und Eisdiele übrig geblieben ist.
Diesen Hinweis hatten wir vor Oatman gesehen.
Auf unser Fahrt talwärts vom Pass kamen wir dann an dieser "Einrichtung" vorbei.
Die Cool Springs Service Station war bis 2001 eine Ruine aus alten Zeiten, ehe Ned Leuchtner, ein Immobilienmakler aus Chicago sie kaufte und anhand alter Fotos restaurierte.
Die Cool Springs Service Station & wurde in den 1920er Jahren gebaut und hatte schließlich ein Café, eine Bar und Hütten. Aber die Route 66 wurde 1953 umgangen und der nahe Bahnhof 1964 aufgegeben. Dann brannte es sogar noch teilweise ab. Die Ruinen wurden für den 1991 von Dolph Lundgren / Jean-Claude Van Damme gedrehten Film "Universal Soldier" gesprengt.
Nachdem Cool Springs Anfang 2016 für kurze Zeit geschlossen wurde, fand sich bald aber wieder ein neuer Eigentümer, aber jetzt ist sie wieder geöffnet. Seine Initialien lauten "J. B." - nein, nein, nicht ich, sondern ein J. Barger.
Blick auf Gesteinsformationen am Ende der Abfahrt.
Jetzt waren es nur noch knapp 20 Kilometer bis zum als „heart of the longest remaining stretch of Route 66“ beworbenen Kingman. Schurgerade führte die Straße durch das Sacramento Valley.
Leutnant E.F. Beale entdeckte bereits 1857, als er mit seinem „berühmten Camel Corps“ seine Wagenroute baute, mehrere Quellen in dem Areal, wo heute das „Historic Downtown Kingsman“ zu finden ist. Unter dem „Camel Corps“ versteht man aus Tunesien eingeführte Kamele, die von der amerikanischen Armee in Wüstengebieten eingesetzt werden sollten. Leutnant Beale gründete auch kurz vor Los Angeles das Fort Tejon, was wir vor zwei Wochen besuchten. Zwanzig Jahre später war exakt auf der „Beale Road“ Lewis Kingman unterwegs, der eine Route für die "Atlantic and Pacific Railroad" vorbereiten sollte. Die Eisenbahnlinie erreichte 1883 diese Gegend und nach kurzer Zeit folgten die ersten „rancher, miner and industrials“. Schnell wuchs ein Ort und wurde zu Ehren des „Railroad-Explorers“ Kingman benannt.
Wiederum vierzig Jahre später baute man neben der Eisenbahnlinie eine Straße, aus dem dann der Highway 66 wurde. Den Straßenabschnitt, der durch Kingman führt, gibt es seit 1926.
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Heute gefahrene Kilometer: 110
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