Sonntag, 28. Juni 2026

In Teslin

Was der Ort Teslin zu bieten hat - neben viel Geschichte!
In Teslin besuchten wir für uns verschiedene interessante Orte.
Auf unserem Programm stand zunächst ein Rundgang durch die Wildlife Gallery ↗, die sich direkt am Yukon-Motel ↗ befindet. Sie wurde Ende der 1990er Jahre eröffnet und bietet bis heute eine gut ausgestattete Sammlung zahlreicher mit höchster Qualität präparierter Tiere aus der Region. Hergestellt wurden sie von den beiden Präparatoren (englisch: taxidermist) Charles „Chuck“ Buchanan (1949-2013) und seinem Sohn Shane Buchanan (1972-2013), die leider beide 2013 bei dem Absturz ihres Wasserflugzeuges in Saskatchewan ums Leben kamen.
Im Folgenden eine kleine Auswahl der ausgestellten Tiere.
wolf
Wölfe
Grizzly
Grizzly Bär
Grizzly
Grizzly Bär
tier
Caribou mit ineinander verhakten Geweihen
Luchs
Luchs
Bieber
Bieber
mule
Deer (Reh)
Rabe
Rabe
greifvogel
Wanderfalke
elch
Elch und Wölfe
moschusochsen
Moschus-Ochsen

Sehenswert war für uns auch die kleine katholische Kirche des Ortes, die „Church of the Immaculate Heart of Mary“ ↗. Sie wurde 1938 durch Oblaten-Missionare erbaut, einer Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Bereits 1946 wurde ein neues Gebäude am alten Standort errichtet und 1970 wurde dann die heutige Kirche erstellt. Die Tipi-Form soll an eine Sommerunterkunft der First Nations erinnern.

kirche
Das George Johnston Museum ↗ besuchten wir in diesem Jahr nicht, würden aber jedem, der dort noch nicht war, einen Besuch empfehlen.
GJM
GJM
Danach stand ein Highlight bei uns auf dem Programm. Im Teslin Tlingit Heritage Centre ↗ wurde an diesem Tag das 25-jährige Jubiläum der Einrichtung gefeiert. Die First Nation der Teslin Tlingit sind vor über 200 Jahren aus Südost-Alaska „eingewandert“ und siedeln seither am Teslin Lake.
Das in die Jahre gekommene Hinweisschild am Alaska Highway
Am Eingang stehen seit der Eröffnung im Jahr 2001 die Clan-Pfähle der fünf Teslin Tlingit Clans – Beaver Clan, Eagle Clan, Frog Clan, Raven Clan, Wolf Clan.
Clanzeichen
clanzeichen
In der festlich dekorierten großen Halle des Gebäudes konnten wir einem Vortrag zuhören, über die Geschichte der Teslin Tlingit allgemein sowie über den Entstehungsprozess des Gebäudes (erste Vorbereitungen fanden bereits 1996 statt) und zu den Aktionen der letzten 25 Jahre, die in dem Center stattfanden. Hervorgehoben wurde in dem Vortrag auch, wie man die beiden Ausstellungen im Zentrum entwickelte, die auch heute noch zu sehen sind („Unsere Reise“ – 200 Jahre Geschichte der Teslin Tlngit, sowie „Lebensweisen des Volkes“ – Traditionen der Teslin Tlngit).
Tlingit
Tlingit
Für die Besucher war vieles vorbereitet worden – Essen, Musik (Trommeln), Tanz und Mitmach-Aktionen, wie etwa das gemeinsame Herstellen einer großen Decke oder kleiner Holzkisten. Verschiedene indigene Künstler zeigten auch Vorführungen zur Perlenstickerei oder der Lederverarbeitung.
Stickereien
Wir hatten auch die Gelegenheit, Gespräche mit älteren Clan-Mitgliedern zu führen. Sie erzählten uns, wie stolz sie darauf sind, dass im Zentrum seit Jahren die Sprache der Tlingit erfolgreich an Jüngere weitergegeben wird und dass die vielen Veranstaltungen dazu beitragen, dass Jüngere sich wieder mehr für die Tlingit-Kultur interessieren.
Lebensbaum

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