Dienstag, 2. Juni 2026

Wir starten

Nachdem uns ein größerer Sturm mit enormen Starkregen dazu zwang, unsere geplante Abfahrt zu verschieben, konnten wir am Dienstag, dem 02. Juni, endlich unsere Fahrt Richtung „Yukon“ beginnen.
wir starten
Irgendwie passte das Navi nicht in die Halterung
Wir starteten allerdings erneut mit einer kleinen Verzögerung, denn unser Stadtviertel stand an diesem Tag auf dem „Kehr-Plan“ der Stadt Calgary und wir mussten zunächst den Kehrwagen Vortritt lassen und warten.
Kehrtag
Hinweis zum Kehrtag
Jedes Jahr werden in Calgary ab Oktober zur Vorbereitung auf die winterlichen Straßenverhältnisse etwa 50.000 Tonnen Split und Sand verstreut und während der sogenannten „Spring Clean-up“-Aktion ab Mai wieder zusammengekehrt. Der Großteil davon wird recycelt und gelagert, um im folgenden Winter wieder genutzt zu werden.
wolkenverhangen
Bow-River in Calgary
Wolkenverhangen war es, als wir Calgary verließen; im Bow-River flossen enorme Wassermengen durch die Stadt - die Uferpromenade war an den meisten Stellen gesperrt.

Direkt nach Calgary nutzten wir den Highway 22 N, der auch Cowboy-Trail genannt wird, um nach 120 Kilometern den Ort Drayton Valley zu erreichen.
Cowboy Trail

In dieser Stadt besuchten wir Timothy Bell; dazu folgt ein gesonderter Bericht.
Von dort ging es über den Highway 16 W (Yellowhead-Highway) Richtung des Städtches Hinton, in
dem wir nach 220 Kilometern ankamen.
Yellowhead
Yellowhead-Highway
Der Cowboy-Trail ↗, von dem wir nur eine Teilstrecke befuhren, beginnt im Süden von Alberta im Ort Lundbreck (bzw. führt in Teilstrecken weiter südlich bis Cardston an der Grenze zu Montana) und endet in Mayerthorpe nordwestlich von Edmonton. Die touristisch interessante Strecke, in den 1990er Jahren so benannt, soll an die Ranch- Geschichte und die Cowboy- bzw. Westernkultur von Alberta erinnern und führt überwiegend entlang der Rocky Mountains durch Prairie-Land.
Drayton Valley  (7.300 Einwohner) wurde 1907 als kleine landwirtschaftliche Siedlung gegründet. In den 1950er Jahren entdeckte man in der Gegend Erdöl, wodurch der Ort 1953 zur Stadt erklärt wurde.
Den Yellowhead Highway haben wir bereits viele Male in anderen Teilstücken befahren. Er führt über 2960 Kilometer von Winnipeg in Manitoba über Saskatchewan und Alberta nach Masset in British Columbia. Benannt wurde er nach Pierre Bostonais (1805-1828), einem blondhaarigen Irokesen-Métis, der als Trapper für die Hudson Bay Company arbeitete und den Spitznamen „Tète jaune“ (Blondkopf) trug.
Über den Yellowhead Highway ↗ erreichten wir die Kleinstadt Hinton  ↗(10.000 Einwohner), unser Etappenziel an diesem Tag. Sie wird „Eingangstor zum Jasper Nationalpark“ genannt und befindet sich 70 Kilometer vom Ort Jasper entfernt. Bis heute ist sie eine wichtige Bahnstation der Pacific Railroad.

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