Im Nordwesten der Stadt Hinton befindet sich der Maxwell Lake, ein kleiner Natursee, der großräumig von Sumpfland umgeben ist.
Seit 2006 kann man hier einen über 3 Kilometer langen Boardwalk (Holzsteg) als Rundweg nutzen. Zahlreiche Aussichtsplattformen, zwei Aussichtstürme, Bänke sowie viele Informationstafeln bereichern den Rundgang.
Angelegt wurde dieser Weg von einem Biologen aus Hinton, Rick Bonar, der das Projekt mit vielen Freiwilligen realisierte und auch heute noch betreut.
Die Hauptattraktion in diesem Feuchtgebiet ist eine Biber-Kolonie, die dort seit über zwanzig Jahren lebt. Ein großer Biberbau dominiert den See, aber auch ein Biber- Damm, zahlreiche „Caches“ (Nahrungsspeicher) und vor allem aktuell abgenagte Baumstämme weisen auf die Bewohner hin.
Als wir unseren Rundweg spazierten, hielten die „Herrschaften“ wohl ihr Mittagsschläfchen - keiner von ihnen war zu sehen.
Auf einer der Informationstafeln wird darauf hingewiesen, dass man neben den Bibern auch die kleineren Muskrats (Bisamratten) antreffen kann. Diese werden von der hiesigen Biber-Familie akzeptiert, während ortsfremde Biber verjagt werden.
Auch die Nachkommenschaft der Biber darf nur zwei Jahre hier verweilen und muss sich dann eine neue Heimat suchen.
Nicht nur für Biber ist das Feuchtgebiet ein „El Dorado“, sondern auch für Vögel, Amphibien und Insekten.
Wir konnten nur die Halsband-Tauchente / Ring-necked Duck (Aythya collaris) sehen.
| Halsband - Tauchente |
Viele seltene Sumpfpflanzen könne man hier auch finden. Für diese Beobachtungen waren wir aber zu früh im Jahr dort. Allein den blühenden Fieberklee / Bogbean (Menyanthes trifoliata) konnten wir ausmachen. Er steht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten und ist streng geschützt.
Am Wegesrand fanden wir dann noch eine weitere versteckt und unscheinbar blühende Pflanze, das Rotfrüchtige Christophskraut / Red Baneberry Plant (Actaea rubra).
| Rotfrüchtiges Christophskraut |
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