Nachdem wir uns in Grand Prairie mit Jeff Roe getroffen hatten und von seinem großen Wissen über den Alaska Highway profitieren konnten, ging es für uns auf dem Highway 43W über 130 Kilometer weiter nach Dawson Creek.
Zunächst legten wir bereits nach 25 Kilometern einen Zwischenstopp in dem Ort Wembley ein. Dort besuchten wir das Philip J. Currie Dinosaur Museum – dazu gibt es einen gesonderten Bericht.
Nach weiteren 15 Kilometern erreichten wir den kleinen Ort ↗ Beaverlodge, mit einer Touristenaktion, die wir zwar schon mehrmals in den letzten Jahren besucht hatten, die uns aber immer wieder begeistert. Es ist "der größte Biber der Welt“ ↗, eine schön gestaltete, 630 kg schwere Skulptur, die 2004 errichtet wurde. Der Biber sitzt auf einem 6 Meter langen "Holzstamm" und ist 3 Meter breit, 3 Meter lang und 5,5 Meter hoch. Die Skulptur ist detailgetreu "geschnitzt", besteht aus etwa 340 Liter Polyurethan-Beschichtung, 18 großen Schaumstoffblöcken und etwa 50 Liter Farbe. Vor allem der Biberschwanz ist sehr lebensecht dargestellt.
Nach insgesamt 75 Tageskilometern querten wir irgendwo im ländlichen Niemandsland die Provinzgrenze zwischen Alberta und Britisch Kolumbien und konnten die Uhrzeit eine Stunde zurückstellen.
Weiter ging es an vielen Seen, Ackerland und Wäldern vorbei bis wir nach 120 Kilometern in dem Ort ↗ Pouce Coupé ankamen. Der kleine, mehr verträumte Ort hat ein beschauliches Museum, in dem Joachim wieder einmal auf „Historienjagd“ ging.
| Museum in Pouce Coupé |
Danach besuchten wir noch die historische Eisenbahnbrücke, die „Trestle Bridge“ (trestle = Gerüst), die bereits 1930 von der Northern Alberta Railway erbaut wurde.
Sie ist 30 Meter hoch und hat eine Länge von 150 Metern. Leider fuhr der letzte Zug im Jahr 2000 über diese Brücke und seither ist sie eine bauliche Erinnerung an die große Zeit der Brücken, die in einer besonderen Holzkonstruktion (mit Gerüstpfeilern) errichtet wurde.
Übrigens ist das weltgrößte Bauwerk dieser Art ebenfalls in Kanada zu finden – das Viadukt in Lethbridge/Alberta, das wir bereits einige Male besuchten.
Nun waren es nur noch zehn Kilometer bis zum Ort Dawson Creek (13.000 Einwohner), der durch die sogenannte „Mile 0“, dem Beginn des Alaska Highways bekannt ist. Die Stadt lebt von der Erdöl- und Gas-Industrie, dem Tourismus und der Landwirtschaft.
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