Wir besuchten das Sheldon Museum ↗ in Haines direkt am Hafen in der Main Street gelegen.
Das kleine, aber hervorragend organisierte Museum verdankt seine Existenz der Sammelleidenschaft des Ingenieurs, Geschäftsmanns und US-Marshals für Haines und Skagway, Stephen Sheldon (1885 – 1960), dessen Töchter Harriet und Elisabeth die von ihm und seiner Ehefrau Elisabeth über fünf Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung seiner „historischen, kulturellen und vor allem indigenen Schätze“ der Stadt Haines stifteten. Die Sheldon-Sammlung ist das Kernstück des Museums, zusätzlich wurden in den letzten Jahren weitere Artefakte gespendet bzw. zugekauft.
Wir mussten zur Ausstellung die Treppe hinauf in die Main Gallery steigen und waren dort begeistert von der guten thematischen und chronologischen Präsentation in dem gar nicht so großen Raum.
| Der Lebensraum der Tlingit 1879 |
Am Eingang wird schwerpunktmäßig das Leben und die Kultur der ersten Bewohner dieser Region gezeigt, den Tlingit First Nation. Wir konnten dort einige besondere Stücke bestaunen wie etwa eine umfangreiche Sammlung von Chilkat-Decken, Einbaum-Kanus und Waffen, moderne (Kriegs-) Masken, zahlreiche kleinere Freundschaftspfähle und weitere Clan-Objekte.
Weiter geht es mit der Präsentation der Wandlung der von der Lebensweise der Tlingit bestimmten Region zum heutigen Ort Haines – zunächst beginnend mit einer Darstellung der Entdeckung Alaskas im Jahr 1741 durch sie Seefahrer Vitus Bering (1681-1741) und Aleksei Chirikov (1703-1748) gefolgt von einer längeren Phase, in der der Pelzhandel (Robben, Otter) im Vordergrund stand, und der russischen Kolonialzeit.
1867 erfolgte dann der Verkauf Alaskas an die USA.
Wesentliche Veränderungen fanden in den folgenden Jahrzehnten einmal durch die Gründung von Missionsstationen und durch die Folgen des Klondike- Goldrausches statt. Hierzu konnten wir eine Vielfalt von Informationen „studieren“.
Das letzte Jahrhundert wurde schwerpunktmäßig mit vielen Artefakten zum hiesigen Fort Seward und zum Bau des Alaska Highways dargestellt. Haines wurde nach dem zweiten Weltkrieg wesentlich durch den Kauf von Fort Seward durch ehemalige Veteranen und ihre angestrebten Veränderungen für den Ort bestimmt. Auch zu dieser Ortsgeschichte wurden viele Bilder aus der damaligen Zeit und weitere Exponate gezeigt.
Neben der Main Gallery konnten wir im Obergeschoss noch einen kurzen Blick in die Hakkinen-Gallery werden, benannt nach einer Tochter von Stephen Sheldon. Hier zeigen lokale Künstler ihre Bilder in wechselnden Ausstellungen.
| Gemälde in der Ausstellung der Hakkinen-Galerie |
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