Von Atlin fuhren wir über die Schotterstraße "Surprise Lake Road" Richtung Osten zur ehemaligen
Goldgräberansiedlung „Discovery“.
Kurz nach Atlin kamen wir am historischen „pioneer cemetery“ des Ortes vorbei, auf dem wir u.a. die
Gräber zweier für die Region wichtiger Männer besuchen konnten (siehe gesonderter Bericht).
Weiter fuhren wir bergwärts auf der Schotterstraße, bis wir die Pine Creek Falls erreichten.
Der Pine Creek selbst entspringt im höher gelegenen Surprise Lake, fließt dann über eine Strecke von 19 Kilometern durch felsiges Gebiet und mündet bei Atlin in den Atlin Lake. Der Wasserfall befindet sich im unteren Abschnitt des Creeks und beeindruckte uns sehr – er stürzt durch eine schmale, tiefe Schlucht über mehrere Kaskaden nach unten. In den Zwischenbereichen sind tiefe Becken in das
Felsgestein eingegraben, aus denen dann die nächsten Kaskaden nach unten strömen. Vom Aussichtspunkt aus führt ein kurzer Pfad entlang des Pine Creek und seines Wasserfalls.
Unmittelbar nach dem Pine Creek Wasserfall konnten wir die ersten Relikte des aufgegeben Ortes „Discovery“ entdecken. Rechts und links der Straße findet man weitere verfallene Relikte aus den Anfängen des Goldrausches, doch eine "Geisterstadt" sucht man hier vergebens, es ist eher eine "Geistergegend".
Ein Gebäude aus den Anfängen des Goldrausches, das versucht wird, von der "Atlin Historic Society" für die Nachwelt zu erhalten. Ansonsten findet man in der weitläufigen Gegend nördlich des Pine Creeks im Bereich der Straße zu weiteren Abbaustätten nur noch solche Hinweise aus der früheren Besiedlung.Etwas abseits der Straße findet man viele Hinweise auf ehemalige Bergbau-Aktivitäten und ihre Hinterlassenschaften. Vieles hat sich allerdings über das letzte Jahrhundert dort auch noch angehäuft, denn die region ist weiterhin aktiv.
Nach den Goldfunden im Februar 1898 entwickelte sich an dieser Stelle eine Goldgräberstadt, in der zeitweise bis 10.000Menschen gelebt haben sollen. In kürzester Zeit entstanden dort Hotels, Saloons,
Geschäfte aller Art, ein Sägewerk, usw. 1909 wurden bei einer Flutkatastrophe entlang des Pine Creeks zahlreiche Gebäude zerstört. Bis 1915 hatte man den Ort, vor allem wegen der nachlassenden Ergiebigkeit der Goldfunde, aufgegeben. Einige schönere Gebäude wurden abgebaut und ins Tal nach Atlin gebracht, der Rest wurde dem Verfall preisgegeben.
Diese Region am unteren Pine Creek hat man sicherlich nicht nur einmal umgegraben - und wird es immer noch.Auch konnten wir in diesem und insbesondere im weiter bergwärts befindlichen Areal mehrere immer noch aktive "Minenbetriebe" verschiedenster Unternehmen registrieren, die heute nicht unbedingt nur an der Gewinnung von Gold, sondern eher anderer Metallen wie Zink, Silber, Molybdän, usw. interessiert sind.
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