Der Küstenort Haines wird von zwei Flüssen dominiert. Im Nordosten handelt es sich um den Chilkoot River, im Nordwesten um den Chilkat-River ↗. Entlang beider Flüsse unternahmen wir Ausflüge.
| Blick von der Lutak Road Richtung Chilkoot Inlet / Pazifik. |
Haines liegt im Bild ganz rechts. Mitten im Hügel (halbrechts) kann man den Erdrutsch sehen, der weiter unten beschrieben wird. Unsere Fahrt ging weiter Richtung links.
Der untere Abschnitt des Flusses bis zur Einmündung in den Fjord ist nur noch knapp 2,5 Kilometer lang. Der Name „Chilkoot“ bezeichnet einen Stamm der Tlingit First Nation und bedeutet „Ohne Lagerhaus“, weil sie zu früheren Zeiten gefangenen Fisch direkt im Schnee lagerten. Nach den „Chilkoot“ sind Fluss und See benannt.
Der wildromantische Fluss und der See sind für Tierbeobachtungen bekannt, weil hier von Juli bis Oktober bedingt durch die Lachswanderungen sowohl Weißkopfseeadler als auch Bären zu beobachten sind. Wir sahen leider keine Bären, dafür aber etliche Adler und die „mutigen“ Lachs-Angler, die mitten zwischen den größeren Felsblöcken im Fluss standen.
| Zeichnung unserer Enkelin |
Unser Ausflug Richtung Südwesten führte uns zunächst entlang der Beach Road. Dort schauten wir uns die Überreste der „Beach Road Landslide“ von 2020 an, als damals nach tagelangem starkem Regen ein Erdrutsch zur Zerstörung mehrerer Häuser und der Straße führte. Auch zwei Todesopfer waren zu beklagen. Man könnte auf dieser Straße bis zum „battery point“ vorfahren, von dem man dann auf einem 3 Kilometer langen Wanderweg bis zum Ende des Festlandes laufen könnte. Wir entschieden uns, diese Fahrt aufgrund der immer noch schlechten Straßenverhältnisse jedoch nicht zu unternehmen.
Dafür bogen wir am oberen Ende der Beach Road auf die Mud Bay Road (klingt auch nicht verheißungsvoll) ab, die wir über 14 Kilometer bis zum Ende der Chilkat-Halbinsel befuhren. Diese Straße führt zunächst ein kurzes Stück entlang des über 84 Kilometer langen Chilkat Rivers, der am Chilkat Gletscher entspringt und in die Chilkat Bucht (Chilkat Inlet) mündet.
Danach befährt man die Mud Bay Road entlang dem 26 Kilometer langen Chilkat Inlet; diese Bucht wiederum ist das Nordwest-Ende des Lynn Canals. „Chilkat“, der Namensgeber von Fluss, Bucht und Gebirge, leitet sich vom Stamm „Chilkat“ der Tlingit First Nations ab und bedeutet „Bewahrer der Lachse“.
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| Ehemalige Konservenfabrik rechts |
Besonders interessant fanden wir auf der Strecke die Haines Packing Company ↗, eine 1917 ursprünglich als Konservenfabrik (Cannery) gegründete fischverarbeitende Firma. Sie stellen heute keine Konserven mehr her, verarbeiten aber den in den umliegenden Gewässern von einer eigenständigen Fischerflotte gefangenen Fisch, überwiegend Heilbutt, Lachs und Krabben.
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| Krabbenfischer |
Dieses fischverarbeitende Unternehmen friert i.d.R. den frisch gefangenen Fisch und die Krabben gleich ein und beliefert nicht nur Haines in Alaska, sondern auch Whitehorse im Yukon Territory und Palm Springs in Kalifornien.
Früher existierten in der Region zahlreiche fischverarbeitende Konservenfabriken. Die Verarbeitung und Verpackung hat sich im Laufe der Jahre geändert!Foto: Sheldon-Museum / Haines (Alaska).
Im Bereich der Fischfabrik hielten sich übrigens wieder viele Weißkopf-Seeadler auf und warteten auf "Fischabfälle".
Die Straße wurde enger und führte uns durch dichten Wald. Rechts und links sahen wir viele verfallene Hütten, die früher einmal während der Fischfangsaison den Fischern als vorübergehende Unterkunft gedient hatten.





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