Für die Fahrt veranschlagten wir knapp 150 Kilometer - zunächst für die Rückfahrt auf der Atlin Road etwa 100 Kilometer und danach noch weitere 50 Kilometer auf dem Tagish Highway bis nach Carcross.
Wir verließen den malerisch Ort Atlin, der am gleichnahmigen See liegt und genossen noch einmal die grandiose Aussicht auf den See und die umliegenden Berge.
(Klicken Sie ruhig einmal auf des Bild, um es - wie alle anderen - zu vergrößern!)
Zunächst galt es, die vor einigen Tagen südwärts gefahrene Straße erneut bis kurz vor Jake´s Corner Richtung Alaska Highway zurückzulegen.
Gleich nach dem Ort Atlin wurden wir von einen Baustelle "ausgebremst" und mussten auf ein "Pilot-Car" warten. Ab diesem Straßenabschnitt wurde über mehrere Kilometer der vorhandene Asphaltbelag der Straße mit einer neuen Bitumenmasse überzogen und anschließen mit grobem Split versehen, den die Tandemwalzen dann verdichteten.Diese Strecke führte uns erneut durch traumhafte Berg- und Seenlandschaften.
| Schroffe Bergwelt |
Etwa in in der Mitte der Atlin Road verließen wir die Provinz British Columbia und fuhren danach wieder in das Yukon Territory.
Da sich am vorherigen Tag trotz des Sommermonates Juli die Temperaturen stark abgekühlt hatten, gefolgt von Niederschlägen, erblickten wir heute etliche Bergspitzen mit Neuschnee, die in der Sonne hell erstrahlten.
Angekommen an der Straßenkreuzung zum Alaska Highway nahmen wir die südliche Route und folgten ihr über Tagish nach Carcross.
Wir erreichten den Ort Carcross und mussten feststellen, dass er von unzähligen Touristen der Kreuzfahrtschiffe in Besitz genommen worden war, die von Skagway eine Halbtagestour bis hierhin unternahmen.Der Ort Carcross, heute etwas mehr als 400 ständige Einwohner, war seit Jahrhunderten ein Kreuzungspunkt der Handelswege der hiesigen First Nations, sowohl der Stämme der Tagish als auch der Tlingit, die Waren aus der Küstenregion mit Waren aus dem Binnenland tauschten. Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete die Hudson Bay Company hier einen Handelsposten. Noch mehr Bedeutung gewann Carcross während des Klondike-Goldrausches zwischen 1896 und 1899, als die Goldsucher auf ihrem Weg in den Norden durchzogen. Noch wichtiger wurde er, als die White Pass & Yarley Railroad (WP & Y) 1900 mit ihrer Eisenbahnlinie von Skagway kommend hier eintraf und in Carcross einen Bahnhof erbaute. Die Strecke wurde kurze Zeit später bis nach Whitehorse verlängert. Für eine lange Zeit trug der Ort den Namen „Caribou Crossing“ bis er schließlich 1906 den Namen Carcross erhielt.
Da selbst im Außenbereich der einzigen Bäckerei des Ortes alle Stühle besetzt waren und sich selbst bis vor das Geschäft eine wartende Menschenschlange gebildet hatte, fuhren wir erst einmal etwas außerhalb auf einen ruhig gelegenen Campingplatz und verschoben die Besichtigung des uns schon bekannten Ortes auf den nächsten Tag - allerdings wollten wir spätestens wieder um 13:30 Uhr unseren Rückzug angetreten haben, da dann der Touristen-Zug aus Skagway kommend seine Dampffeife ertönen lassen wird.
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