Montag, 17. August 2026

In Valdez

Die Stadt und ihre Umgebung haben sich nicht verändert.
Als wir in diesem Jahr die kleine Stadt Valdez (4000 Einwohner) erneut besuchten, stellten wir fest, dass sich hier im Vergleich zu 2024 nicht viel verändert hatte. Die Bucht, in der der Ort liegt, wurde bereits 1790 von dem spanischen Entdecker und Seefahrer Salvador Fidalgo (1756-1803) nach dem damaligen spanischen Marine- Minister Antonio Valdés (1744-1816) benannt. Besiedelt wurde die Region ab 1898 durch die Goldsucher, die während des Klondike-Goldrausches unterwegs waren.
Noch immer stand der über 8 Meter hohe „Whispering Giant“ (1981 von Peter Wolf Toth (*1947) aus einer Sitka-Fichte geschnitzt) auf dem Gelände des Prince William Sound College. Die Figur stellt einen Häuptling der First Americans dar, dessen Kopfschmuck vier Gesichter zeigt – symbolisch für die Stämme im Südosten Alaskas.
Schnitzfigur
Auch im Fährhafen am Kelsey Dock (Verbindungen von und nach Whittier und Cordova) begrüßte noch immer die Statue einer Meerjungfrau die mit den Autofähren des Alaska Marine Highway Systems ankommenden Besucher. Die „mermaid statue“ wurde vom 30. Juli bis zum 2. August 2018 von der „Kettensäge-Künstlerin“ Marina Cole aus Irvine / Canada im Rahmen des „Alaska Cup Freestyle Chainsaw Carving Championship“ innerhalb von vier Tagen angefertigt.
mermaid
Nach unserem Rundgang durch Innenstadt und Hafen unternahmen wir einen kleinen Ausflug zum Valdez Glacier Lake, erreichbar nach knapp elf Kilometern über die Airport Road. Durch das Schmelzen und das Abbrechen des Valdez Gletschers in den Chugach Mountains entstand der See und wird aufgrund der klimatischen Veränderungen immer größer. Er liegt direkt an der Abbruchkante bzw. der Zunge des Valdez Gletschers. Auf dem See treiben kleinere Eisschollen und hinterlassen je nach Sonnenlicht wunderschöne Reflektionen auf der Wasseroberfläche.
Auch hier erwartete uns ein ähnliches Bild wie im Jahr 2024.
Lake
Panorama
Gletschereis
Spiegelungen
Spiegelungen
Vom Valdez Glacier Lake fuhren wir über 17 Kilometer zunächst zurück zum Richardson Highway und dann weiter über die Dayville Road zur Solomon Gulch Fish Hatchery, ↗ der Lachszucht-Station von Valdez.
Hier konnten wir uns, wie bereits zwei Jahre zuvor, Zeit für beeindruckende Tierbeobachtungen nehmen und das bei strahlendem Sonnenschein. Möwen und Seelöwen stritten sich um die vor dem Wehr ankommenden Lachse, die hier zum Ablaichen eintreffen. Erneut waren wir fasziniert von der Anzahl der Lachse und dem Jagdverhalten der Seelöwen.
ausruhen
Ausruhen vor der nächsten Mahlzeit
Seeloewen
Laichbereit
Sie alle kamen zum Laichen
Lachse
Lachse / Lachse und nochmal Lachse
Hungrig
Fang
Nahezu jeder Tauchgang ist ein Fang - bei dem Angebot!
Fang
Fang
Gang
Nicht mit "Haut und Haar", d.h. mit Kopf und Schwanz wird der Lachs verspeist, sondern - bei dem Überangebot können sich die Seelöwen es leisten, NUR den Kopf abzubeißen - der Rest ist für die Möven. Hintergrund: Vor der bestehenden Winterzeit ist speziell fettreiche Nahrung gewünscht, und da ist der Kopf "gehaltvoller" als der restliche Körper. Erst wenn das Nahrungsangebot karger wird, wird der gesamte Fisch verspeist!

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